Die Berliner Organistin Gesa Korthus spielt Werke englischer Komponisten der Romantik und Moderne auf der Parabrahm-Orgel aus dem Jahr 1908. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. „Die Planeten“ ist der Titel einer Orchestersuite von 1914/16 des englischen Komponisten Gustav Holst.

In Großbritannien beliebt und bekannt, wird dieses Werk bei uns selten aufgeführt. In sieben Sätzen charakterisiert es die einzelnen Planeten in geradezu filmreifer Programmmusik, deren Wirkung auf den Zuhörer vor allem durch die monumentalen Klangeffekte und die Klangfarben des Orchesters entsteht. In diesem Konzert hören Sie die Orgelfassung der Sätze „Mars“ (Der Kriegsbringer) und „Venus“ (Die Friedensbringerin) auf der für solcherart dramatische Wirkungen bestens geeigneten Parabrahm-Orgel. Das Programm wird ergänzt durch andere Werke englischer Komponisten der Romantik. Gesa Korthus verbrachte ihre Kindheit in London, wo sie ihre musikalische Ausbildung im Pimlico Centre for Young Musicians erhielt und im London Schools Symphony Orchestra Geige spielte. Nach dem Kirchenmusikstudium in Herford (Westfalen) kam sie nach Berlin, wo sie seit 1983 als Kirchenmusikerin tätig ist, zuerst in Zehlendorf-Schönow, dann seit 1990 in Neukölln, dort viele Jahre als Kreiskantorin. Mit ihrem eingebauten Harmonium (Fa. Schiedmeyer, Stuttart) und den kraftvollen Hochdruckpfeifen (Orgelfirma Weigle, Echterdingen) stellt die sog. Parabrahm-Orgel als spätromantisches Instrument in der weltweiten Orgellandschaft eine Besonderheit dar. Im Jahr 1908 gebaut, wurde das Instrument 2002 aufwendig von der Orgelwerkstatt Christian Scheffler, Sieversdorf, restauriert. Seitdem gab es in der Eichwalder Kirche mehr als 50 Orgelkonzerte. Das Gästebuch weist Besucher aus allen Kontinenten auf, die die ungewöhnliche und einmalige Orgel erleben wollten. In diesem Jahr haben bei den Eichwalder Orgelkonzerten vor allem die Frauen das Sagen, sprich: das Spielen.