"Himmelwärts" - geistliche Chormusik zum Totensonntag

Am Sonntag, dem 17.11.2013, gibt es in der evangelischen Kirche Eichwalde, Am Händelplatz, ein Chorkonzert. Das Berliner Vokalensemble ACANTO tritt unter Leitung von Nataliya Chaplygina auf. Es erklingen Werke von Javier Busto Gabriel Fauré, Zoltán Kodály, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Arvo Pärt, Francis Poulenc, Henry Purcell, Max Reger, Johann Hermann Schein und John Tavener. Begleitet wird das Vokalensemble von  Juri Tarasenok (Bajan) und Mai Yakushiji (Piano).
Beginn ist um 16.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

 

„Himmelwärts“ – geistliche Chormusik zum Totensonntag
Im November neigt sich das Jahr unabwendbar dem Ende zu. Dunkelheit und Nacht brechen sich Bahn. Wenn sich unser Leben wie das vergehende Jahr seinem Ende zuneigt, fragen wir uns, wohin wir einst ziehen. Himmelwärts, vielleicht?
Himmelwärts! In der christlichen Tradition ist der Ewigkeitssonntag - volkstümlich Totensonntag genannt - ein Tag der stillen Trauer, an dem wir der Verstorbenen gedenken. Am Sonntag vor dem ersten Advent steht die Erwartung des Jüngsten Gerichts im Zentrum der kirchlichen Liturgie. In allen Epochen haben sich namhafte Komponisten mit dem „Tod“, dem „jüngsten Gericht“ und dem „ewigen Leben“ auseinandergesetzt. Die Bitte um Schlaf wird im übertragenen Sinne zur Bitte um Erlösung in Gott.
Die vielfältigen musikalischen Herangehensweisen machen die Spannung und den Reiz unseres aktu-ellen Programms aus. Es spannt einen weiten Bogen von der Renaissance bis heute. Ausgehend von so unterschiedlichen Komponisten wie Giovanni Pierluigi da Palestrina, Henry Purcell, Zóltan Kodály und Arvo Pärt, lässt es überraschende Parallelen in der spirituellen Vokalmusik aufscheinen.
Arvo Pärts „Magnificat“ (1989) reflektiert in seiner strengen Form die Tradition der lateinischen Li-turgie, setzt aber mit dem von ihm entwickelten „Tintinnabuli-Stil“ neue Akzente. Seine archaisieren-de Kompositionstechnik, die an läutende Glocken erinnert, nimmt die glasklare Vielstimmigkeit von Palestrinas geistlichen Werken auf und interpretiert sie neu. Der italienische Renaissance-Komponist gilt als Erneuerer der Kirchenmusik und schrieb allein 104 Messen. Hören Sie heute die „Missa Aeter-na Christi Munera“ von 1590. In ihrer Klarheit, Schlichtheit und perfekten Ausgeglichenheit haftet ihr durchaus etwas Himmlisches an.
Acanto
Das junge Berliner Vocalensemble Acanto wurde 2010 gegründet und besteht aktuell aus 16 Sänge-rinnen und Sängern unter der Leitung von Nataliya Chaplygina. Musikalisch erarbeitet Acanto the-menorientierte A-cappella-Konzertprogramme mit bis zu achtstimmigem Werken – von der Renais-sance bis zur Gegenwart.
Leitung:
Nataliya Chaplygina wuchs in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat auf, wo sie ihre erste Hoch-schulausbildung im Fach „Musiktheater und Chorleitung“ absolvierte und musikalische Projekte für die deutsche Botschaft realisierte. Von 2000 bis 2006 studierte sie an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler „Chor- und Orchesterdirigat“ bei Professor Jörg-Peter Weigle. Seit 2002 ist sie für die Deutsche Schüler-Akademie (DSA) tätig und leitet mehrere Berliner Chöre.