Oliver Strübing, Archivar beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), der uns bereits im November 2018 von seiner Arbeit berichtete, wird uns am 2. April durch die „Stasi-Stadt“ des ehemaligen Dienstkomplexes des MfS führen.

Beginn: 14 Uhr, Treffpunkt: MfS-Archiv, Foyer im Haus 7, Dauer: ca. 2 Stunden.
Verkehrsanbindung: ab Eichwalde bis S-Bhf. Frankfurter Allee / Umstieg in U-Bahnlinie U 5, Ausstieg: Magdalenenstraße

 

Fast 40 Jahre lang versuchte die Stasi mittels eines ausufernden Apparats, der Informationen sammelte, auswertete und gegen die eigenen Bürger missbrauchte, das Machtmonopol der SED zu manifestieren. Die Fäden dieses Informationsnetzes, dessen Macht sich aus Angst und Misstrauen speiste, liefen in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg zusammen, wo ein ganzer Stadtteil um den Dienstsitz des Ministers entstand. Am 15. Januar 1990 bemächtigte sich die Zivilgesellschaft dieses widerrechtlich entstandenen
Herrschaftswissens. Die Stasi hinterlässt mehr als 111 Kilometer Ordner mit Unterlagen. Die Dimension der Überwachung und des Machtmissbrauchs wird darin auch für zukünftige Generationen nachvollziehbar. Seit dreißig Jahren beweist der BStU, wie heilsam die Auseinandersetzung mit diesen sensiblen Unterlagen ist.