Wie ich im Heimatbuch der Gemeinde Eichwalde nachgelesen habe, wurde die Evangelische Frauenhilfe unter Pfarrer Lützow im Advent 1903 ins Leben gerufen. Mit Frau Thoms, einem gleichaltrigen Gemeindeglied und späterhin jahrelanger Kirchenältesten, war ich im Mütterkreis, bis sie mich eines Tages ansprach, ob wir nicht zur Frauenhilfe wechseln wollten. Das war so kurz vor 1970 unter Pfarrer Corbach. So waren wir beide „frisches Blut“ im Kreis der Älteren. Durch meine jahrelange Tätigkeit im damaligen Kirchensteueramt kannte ich viele in diesem Kreis, und Frau Thoms und ich brachten so manch eine Bekannte mit in die Frauenhilfe, so dass wir ca. 35 Frauen waren, die jeden ersten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr im Gemeindesaal zusammen kamen. Das Wort „Familienzusammenführung“ brachte es mit sich, dass die Gruppe kleiner wurde; nicht wenige Rentner verließen die DDR. Und immer öfter standen wir an den Gräbern verstorbener Frauenhilfsschwestern. Nun sind wir nur noch ein ganz kleines „Häufchen“, so dass wir uns entschlossen haben, auseinander zu gehen und die Frauenhilfe einschlafen zu lassen. Aber die Erinnerung an die Gemeinschaft, die jährlichen Busfahrten, an die Weihnachtsfeiern und Geburtstagsbesuche bleiben. Ich denke auch gerne an die Einkäufe aus unserer Frauenhilfskasse (Körbchensammlung am Ende der Stunde). Es fehlte damals so viel, z.B. Geschirr, Wachstuchdecken und Gardinen für den Gemeindesaal oder Kissen für die Stühle und Kirchenbänke. Auch eine neue handgearbeitete Altardecke konnten wir anschaffen. Das war die Zeit, in der Pfarrer Gümbel mit seiner Frau die Frauenhilfe leitete. In diese Zeit fällt auch die Gründung eines zweiten Frauenkreises, der bewirkte, dass in der Frauenhilfe -leider- der „Nachwuchs“ ausblieb. Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass uns Frau Schneider jahrelang begleitet hat mit Bildern, Lesungen, Spielen und immer einer wunderschönen Tischdekoration. Dafür sei ihr auch an dieser Stelle herzlich Dank gesagt!